Enoch zu Guttenberg

Diesen Monat verstarb Enoch zu Gutttenberg, ein überaus engagierter Naturschützer der ersten Stunde und Unterstützer des Kampfes gegen den landschaftsschändenden, naturzerstörenden, Mensch und Tier drangsalierenden Windradwahn.

Wer das Glück hatte, eine seiner wortgewaltigen Reden realiter zu erleben, der wird diese eindrucksvolle Persönlichkeit in bleibender Erinnerung behalten.

Anbei zwei Videos seiner wunderbaren Reden:

 

Leserbrief im Donaukurier von 22. März 2018 zur 10-H Regel

Hier sehen Sie den Original-Text des Leserbriefs zur 10-H Regel:

10H-Regel zeigt Wirkung – und das ist gut so!

Die Windkraft leistet keinen substanziellen Beitrag zu einer Energiewende, und wird dies  auf Jahrzehnte hinaus nicht tun. In mehreren Beiträgen hat der renommierte, frühere Chef des Münchener ifo-Instituts Prof. Hans-Werner Sinn überzeugend dargelegt, dass die Energiewende in der heutigen Form nur eine Illusion ist und damit keine Alternative bietet.
Rund 20% der Gesamtenergieproduktion in Deutschland werden für die Erzeugung von Strom aufgewendet, 80% für Mobilität und Wärme. Windkraft trägt im Durchschnitt mit lediglich rund 2,5% zur Gesamtenergieproduktion bei. Damit ist klar, dass Investitionen in eine effiziente Nutzung von Energie das größte Potenzial für CO2 Einsparung und Reduzierung des Ressourcenverbrauchs bieten. Das Totschlagargument „Wenn keine Windkraft, dann Atomstrom?“ greift nicht. Sondern ein generelles Umdenken: Trendumkehr beim Güterverkehr zugunsten der Schiene, Besteuerung des innerdeutschen Flugverkehrs, Stärkung des ÖPNV, stärke Nutzung des Fahrrads auf kurzen Strecken, Tempolimit, Förderung effizienter Heizsysteme, Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung, Verbrauch regional produzierter Güter,  usw.  
Windkraftanlagen laufen bei uns im Durchschnitt mit nur 15% der Nennleistung, was per se schon die Ineffizienz von WKA offenbart. Da die Windgeschwindigkeit mit der 3. Potenz in die Energieproduktion eingeht, bedeutet eine Halbierung der Windgeschwindigkeit ein Absinken der Energieausbeute auf 1/8. Dies spricht nicht gerade dafür, das Schwachwindland Bayern mit WKA zuzupflastern, zumal eine  flächendeckende, bezahlbare Speicherfähigkeit des extrem volatilen Windstroms nicht in Sicht ist.
Bei der sogenannten Energiewende im Allgemeinen und der Windkraft im Speziellen handelt es sich primär um einen geistigen Ablasshandel: Mit dem angeblich nachhaltig produzierten Strom wird suggeriert,  mit gutem Gewissen einen auf „grünem“ Wachstum basierenden Lebensstil pflegen zu können. Enoch zu Guttenberg, ein Umweltaktivist der ersten Stunde, formuliert es in seinem Mellrichstädter Appell so: „Ja, wir brauchen eine Wende. Keine Energiewende, sondern eine Lebenswende, orientiert an der neuen, alten Kultur des Maßhaltens.“ Dabei ist es bezeichnend, dass zu Guttenberg aus dem von ihm mitgegründeten BUND Naturschutz ausgetreten ist, da er den BUND von Windkraftlobbyisten unterwandert sieht und dessen kritiklose Position zur Windkraftnutzung nicht mehr mittragen wollte. Denn diese Form der Energiegewinnung drangsaliert Mensch und Tier, sie zerstört schon heute das, was morgen durch den Klimawandel bedroht zu sein scheint.
Mit dem Hype um die Elektromobilität und die angeblich ökologische Stromerzeugung durch WKA wird der Druck auf die ländlichen Regionen, die Tierwelt und das Landschaftsbild noch zunehmen. Diese gilt es, gegen Windradfetischisten, sich grün-ummantelnde, geldschneidende Projektierer und Öko-Populisten zu verteidigen! Sonst werden wir, ökologisch korrekt, mit unserem lokal emissionsfreien, gleichwohl umweltfrevelndem Elektrofahrzeug tief in die Alpen fahren müssen, um noch einen letzten Rest an Ursprünglichkeit zu erleben. Oder diese alternativ, mit hochmoderner Virtual-Reality-Technologie, bei uns zu Hause an die Wohnzimmerwand projizieren.       
Gerd Hamilton, Böhmfeld

Der Leserbrief wurde am 22. März im Donaukurier veröffentlicht, leider jedoch die Überschrift gegen die eher beliebige „Energie sparen und effizienter einsetzen“ ausgetauscht.

Den abgedruckten Leserbrief finden Sie hier:  Leserbrief DK 22.3.2018

Enoch zu Guttenberg: Mellrichstädter Appell

Vor mehr als 200 Zuhörern in Mellrichstadt (Landkreis Rhön-Grabfeld) ist Enoch zu Guttenberg mit der deutschen „Energiewende“ abermals hart ins Gericht gegangen und in seinem Mellrichstädter Appell zur Energiewende in Bayern folgende Forderungen aufgestellt:

  1. Keine Aufweichung oder gar Abschaffung der 10-H-Abstandsregelung in Bayern.
  2. Erweiterung der 10-H-Abstandsregelung auf kleinere Ortschaften, Streusiedlungen und bewohnte Einzelgehöfte.
  3. Grundsätzliches Verbot des Baues von Windrädern in Naturparks und Landschaftsschutzgebieten.
  4. Grundsätzliches Bauverbot von Windrädern in Wäldern.

Guttenberg schloss seine Rede mit einem Appell an eine grundsätzliche  „Lebenswende“:

„Meine Damen und Herren, ich möchte Sie nach dieser langen Rede, der Sie so aufmerksam und geduldig zugehört haben, entlassen mit einem Zitat des französischen Ökonomen und Philosophen Serge Latouche, der mit dem Konzept der „nachhaltigen Entwicklung“, dem auch das viel beschworene „grüne Wachstum“ mitsamt der in unserem Land auf so verhängnisvolle Weise exekutierten Energiewende zugerechnet werden kann, hart ins Gericht geht:

Die Theorie der nachhaltigen Entwicklung, so Latouche, „erweist sich insofern als besonders trügerisch, weil sie die Menschen in dem Glauben belässt, die Krise sei zu lösen, ohne dass man die Logik des Marktes, der Ökonomisierung aller Lebensbereiche bis hinein ins menschliche Vorstellungsvermögen, die Geldwirtschaft und die grenzenlose Expansion des Kapitals anficht. In Wirklichkeit ist sie letztlich zum Scheitern verurteilt, sofern sie einem System von Produktion und Konsum verhaftet bleibt, das selbst der Hauptverursacher ebenjener Schäden ist, die sie zu beheben trachtet“. ….

Ja, wir brauchen eine Wende. Keine Energiewende, sondern eine Lebenswende, orientiert an der neuen, alten Kultur des Maßhaltens. Wir müssen das Zeitalter der „liquiden Moderne“, wie der polnisch-britische Soziologe Zygmunt Baumann sie beschrieben hat, hinter uns lassen, bevor es richtig begonnen hat. Eine Epoche, die überall das Solide, das Dauerhafte, das Verbindliche durch das Flüchtige, Vergängliche, Unverbindliche zu ersetzen begonnen hat und den mörderischen Produktivismus und Konsumismus des Industriezeitalters noch einmal gesteigert hat zu einem wahren Hexensabbat der Verschleuderung und Verschwendung von Ressourcen, die über Jahrmillionen entstanden sind.“

Hier der Link zur wunderbaren Rede von Enoch zu Guttenberg:

 

 

 

 

WKA laufen massiv dem Natur- und Artenschutz zuwider und sind weder ökologisch noch ökonomisch sinnvoll umsetzbar!

Sehen Sie sich diese beiden sehr sehenswerten Beiträge Filmbeiträge an, es lohnt sich:

  1. Am Beispiel des Rotmilans zeigt Filmemacher Andreas Kieling auf, wie stark die Windkraftnutzung den Artenschutz unterminiert. Aus Angst vor dem Klimawandel zerstören wir schon heute, was wir langfristig schützen wollen…

 

2.  Dass indes die „Klimarettung“ durch die sogenannte Energiewende nicht gelingen wird und die Energiewende unter den aktuellen Gegebenheiten zum Scheitern verurteilt ist,  zeigt ein weiterer hervorragender Vortrag von Prof. Dr. Hans-Werner Sinn:   

In der logischen Konsequenz zerstören wir schon heute das, was wir – mit dem ungeeigneten Mittel der politisch gewollten Energiewende – langfristig schützen wollen!

Öko-Lügen und andere bittere Wahrheiten

Kleine Leseproben aus dem o. g. Artikel von Dietmar Student gefällig?

  • „Ungereimtheiten, Mauscheleien und Tarnversuche – auch die Bewilligung der Anlagen folgt diesem Muster, quer durch die Republik. Genehmigungsbehörden, vermeintlich unabhängige Gutachter und Investoren kungeln fleißig, um selbst massive Widerstände zu brechen.“
  • „Im Landkreis Cuxhaven machte ein heutiger Bürgermeister das passende ornithologische Gutachten gleich selbst. Treten Probleme auf, wie ein vermehrtes Kollisionsrisiko mit Vögeln, wird die Methodik geändert, so geschehen im hessischen Ronneburg, damit aus einem Artenschutzgebiet doch noch eine Windvorrangfläche wird. Schallmessungen, die zunächst zu hoch ausfallen, werden in einer zweiten Expertise passend gedimmt. Und wer die Windkraft treu begleitet, darf auf Belohnung hoffen. Die ehemalige grüne Energieministerin in Rheinland-Pfalz, Eveline Lemke, sitzt seit Juni im Aufsichtsrat der ABO Wind AG aus Wiesbaden.“
  • „Selbst die Medien werden gefügig gemacht. Windkraftkritiker hatten dem nordhessischen Lokalsender „Eder Dampfradio“ ein Interview gegeben. Der örtliche Energieversorger bekam offenbar Wind davon, jedenfalls wurde das Gespräch nie gesendet. Ortsansässige vermuten ökonomische Zwänge – die Firma sponsert die Dampfplauderer.“

Hier geht`s zu den unbequemen Aspekten der sogenannten Energiewende:

www.manager-magazin.de/magazin/artikel/windkraft-e-autos-fonds-oeko-luegen-a-1176961.html

 

 

 

 

Link

Ein eindringlicher Appell zum Schutz unserer Kulturlandschaften und deren Lebensvielfalt stand am 4. November im Mittelpunkt einer wortgewaltigen und hochemotionalen Rede von Enoch zu Guttenberg im brandenburgischen Zossen.

Unter dem Titel „Irrungen, Wirrungen – Das EEG und der Verlust von Natur und Kultur“ präsentierte er zahlreiche Fakten, die den wirtschaftlichen Unsinn und das ökologische Desaster der jetzigen Form der Energiewende, insbesondere der Windkraft, aufzeigen (vgl. Seiten 5 und 6). Zudem prangert er geistigen Ablasshandel an, mit der die selbsternannten Weltenretter und Unterstützer dieser zerstörerischen Technologie meinen, etwas Gutes zu tun, statt die Anstrengungen auf Energieeffizienz und das persönliche, auch mit Einschränkungen verbundene Verhalten zu legen. Lieber vernichten diese ökologischen Amokläufer das Schutzgut Natur und streng geschützte Arten und quälen das Schutzgut Mensch im „Hier und Jetzt“.

Kaum ein Natur-, Arten- und Landschaftsschützer ist glaubwürdiger als dieser Vertreter der ersten Stunde des Naturschutzes in Deutschland!

Hier die Links zu seiner Rede:

www.umwelt-watchblog.de/schaender-der-landschaftsseele-enoch-zu-guttenbergs-brandenburger-rede/#more-5566

www.umwelt-watchblog.de/wp-content/uploads/Enoch-zu-Guttenberg-Brandenburger-Rede.pdf

 

 

 

Bundestag ändert am 22. Juni 2017 den § 44 Bundesnaturschutzgesetz und schafft damit den Artenschutz ab!

Der Bundestag hat am 22. Juni mit den Stimmen fast aller Fraktionen den § 44 Bundesnaturschutzgesetz abgeändert und damit de facto den Artenschutz abgeschafft.

Damit ist selbst das Vorkommen bislang streng geschützter Arten kein Hinderungsgrund mehr für die Errichtung von WKA. Mehr über diese skandalöse Entscheidung unserer Volksvertreter lesen Sie unter diesem Link:

www.landschaft-artenschutz.de/die-hunde-bellen-die-karawane-zieht-weiter