Stellungnahme der Bürgerinitiative NaturAktiv Sigmarswangen

Ein interessantes Video zum Windkraftausbau, das sehr kompakt viele gute Argumente gegen die exzessiven Ausbauziele aufgreift, die von der Ampelregierung verabschiedet wurden und von der aktuellen Bundesregierung bislang nicht gekippt worden sind.

Die Bürgerinitiative will nicht hinnehmen, das dem vorgeblichen Klimaschutz der konkret erlebbare Natur-, Landschafts- und Artenschutz in unserer Heimat geopfert wird.  

Hier geht`s zum sehenswerten 6-minütigen Video:

Fortsetzung der Videoserie „Windkraft im Wald“ von Prof. Dr. Schulte, Teil 2

mit Fokus auf der Entwaldung durch WKA und mit folgenden Themenbereichen:

  • EU-Entwaldungsverordnung schützt nicht vor Kahlschlag für Windkraftflächen
  • Beschönigende Definition wie „vorübergehende“ Entwaldung durch Windkraftnutzung im Wald
  • Zerstörung der Waldökolgie und des Wasserhaushalts u.a. am Beispiel des altehrwürdigen Reinhardswaldes in Hessen
  • Windkraftlobbyismus in und durch diverse Naturschutzorganisationen
  • Vollkommen untertriebene Angaben zum Flächenbedarf je WKA im Wald

Hier geht es zum Beitrag:

Videoserie „Windkraft im Wald“ von Prof. Dr. Andreas Schulte

Die 7-teilige Videoserie „Windkraft im Wald“ von Prof. Dr. Andreas Schulte thematisiert daten- und faktenbasiert die Hintergründe und Interessen des Windkraft-Booms in Deutschland allgemein und im Wald im Speziellen. Dabei werden über einen ganzheitlichen, wissensbasierten Blick die betriebs- bzw. volkswirtschaftlichen, energiepolitischen und ökologischen Aspekte des Natur-, Umwelt- und Klimaschutzes, auch visualisiert mit Fotos, Video-Einspielern, Interviews und Grafiken, aufgezeigt.

Prof. Dr. Andreas Schulte forscht seit 25 Jahren zu den Themen Klimakunde, Waldökologie und Forstwirtschaft und lehrte zuletzt an der Universität Münster.

Den Link zum Einleitungsvideo der Serie finden Sie hier:

Windkraftanlagen – die unterschätzte Zerstörungskette für Natur und Artenvielfalt

Auszüge aus dem Artikel:

„Windparks gelten noch immer als Symbol „grüner Energie“. Doch ihre tatsächlichen Auswirkungen auf die Bodenerosion, Vegetation und Artenvielfalt zeigen ein anderes Bild. […] Hinzu kommt ein massiver Eingriff in die Natur: Flächen verlieren an Fruchtbarkeit, Lebensräume verschwinden, Arten gehen zurück. Kaum eine andere Form der Energiegewinnung greift so umfassend in bestehende Ökosysteme ein. […]

Besonders Wälder und Heckenflächen leiden stark unter den Windkraftanlagen. Die Mikrofauna in diesen Lebensräumen schrumpft deutlich stärker als in offenen Graslandschaften [.]. Doch selbst dort, wo der Schaden geringer ausfällt, bleibt er erheblich. Vegetation wächst nur noch eingeschränkt, Pflanzen erreichen nicht mehr die Höhe und Dichte ungestörter Flächen. Damit verstärkt sich das Insektensterben, was wiederum den Kreislauf von Boden und Muttererde belastet. […]

Der Bau zerstört die Bodenstruktur, zerschneidet Lebensräume und behindert die Regeneration der Vegetation. Während des Betriebs verändern sich die chemischen Eigenschaften der Böden. Der pH-Wert steigt, während Stickstoff, Kohlenstoff, Phosphor und Feuchtigkeit abnehmen. Damit schrumpfen die Nährstoffressourcen für Pflanzen, was wiederum zu schwächerem Wachstum führt. Insekten verlieren ihre Nahrungsgrundlage, und die Bodenerosion beschleunigt sich. […]

Dass solche Schäden ausgerechnet in einer scheinbar widerstandsfähigen Steppenregion auftreten, zeigt das Ausmaß des Problems. Wenn selbst in kargen Landschaften massive Verluste entstehen, sind die Folgen in artenreicheren Gebieten noch gravierender. Vögel, Fledermäuse und andere Tiere, die auf Insekten angewiesen sind, geraten dadurch zusätzlich unter Druck. […]

Die Ergebnisse führen zu einer unbequemen Erkenntnis: Windkraftanlagen sind nicht die saubere Lösung, als die sie präsentiert werden. Vielmehr geht mit ihnen ein umfassender Eingriff in Umwelt und Artenvielfalt einher. Das Insektensterben zeigt eindrücklich, dass Klimaschutzpolitik oft auf Kosten der Natur betrieben wird.“

Hier geht es zum ganzen Artikel:

https://blackout-news.de/aktuelles/windkraftanlagen-die-unterschaetzte-zerstoerungskette-fuer-natur-und-artenvielfalt/

Die Deutsche Industrie- und Handelkammer (DIHK) hat eine Studie veröffentlicht, welche die Kosten der aktuellen Energiewende-Politik auf bis zu 5,4 Billionen Euro bis zum Jahr 2049 beziffert.

Folgende Auszüge sind aus dem Begleitartikel entnommen:

„Die Energiewende in ihrer aktuellen Ausgestaltung führt langfristig zu massiven Kostenbelastungen für Unternehmen und Haushalte, die mit der internationalen Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland nur schwer vereinbar sind. Das geht aus der Studie „Neue Wege für die Energiewende (‚Plan B‘)“ hervor.“

„Bei Fortführung der aktuellen Energiepolitik müssten sich die jährlichen privaten Investitionen in den Sektoren Energie, Industrie, Gebäude und Verkehr mehr als verdoppeln – von rund 82 Milliarden Euro im Mittel der Jahre 2020 bis 2024 auf mindestens 113 bis 316 Milliarden Euro im Jahr 2035.“

„Die Zahlen zeigen: Mit der aktuellen Politik ist die Energiewende nicht zu stemmen“, sagt DIHK-Präsident Peter Adrian. „Dabei funktioniert die Energiewende nur mit einer leistungsfähigen Wirtschaft.“

„Investitionen in die Energiewende stehe häufig kein direkter Ertrag gegenüber, gibt er zu bedenken. Deshalb müssten diese Gelder erst an anderer Stelle erwirtschaftet werden. „Die Belastung von Unternehmen und Bevölkerung erreicht jedoch ein Niveau, das unseren Wirtschaftsstandort, unseren Wohlstand und damit auch die Akzeptanz der Energiewende gefährdet.““

[…] „Ein zu hoher Transformationsdruck in Form unrealistischer Vorgaben führt zu extrem hohen und weiter steigenden Kosten, Fehlallokationen und Ineffizienzen“, sagt Adrian. Die deutsche Wirtschaft ziehe bereits Konsequenzen: „Energieintensive Unternehmen verlagern ihre Produktion und damit Arbeitsplätze schon jetzt verstärkt ins Ausland.“

Der DIHK-Präsident warnt: „Wenn wir den aktuellen Weg der Energiepolitik unter diesen Vorgaben weitergehen, gefährden wir nicht nur den Wirtschaftsstandort Deutschland, sondern erweisen auch dem notwendigen Ziel der Klimaneutralität einen Bärendienst.“ Es brauche dringend ein Umdenken in der Energiepolitik, um die Belastungen durch die Energiewende in Deutschland zu reduzieren.

[…]

Zentrales Instrument in dem Modell, das die Studie vorschlägt, ist ein umfassender CO2-Zertifikatehandel. Der Zielpfad wird regelmäßig an die Entwicklung einer internationalen Peer Group angepasst, um ambitionierten Klimaschutz zu erreichen, ohne Nachteile durch nationale Alleingänge für den Standort Deutschland zu erzeugen. 

Zudem sieht das Konzept vor, die Regulierung umfassend zu entschlacken, den Technologiewettbewerb zu verstärken sowie die vorhandene Energieinfrastruktur weiter zu nutzen. Letzteres gilt insbesondere für Gasnetze, die künftig Wasserstoff und klimaneutrales Erdgas – dekarbonisiert durch die Abscheidung und Speicherung von CO2 („Carbon Capture and Storage“, CCS) – transportieren können. Ergänzend sollen Investitionen in zertifizierte Klimaschutzprojekte im Ausland auch in Deutschland anrechenbar sein.“

Hier der Link zum Begleitartikel und der Studie „NEUE WEGE FÜR DIE ENERGIEWENDE („PLAN B“)

https://www.dihk.de/de/themen-und-positionen/wirtschaftspolitik/energie/aktuelle-energiewende-politik-kostet-bis-zu-5-4-billionen-euro-136208

Wohin mit dem Schrott? Wenn Windräder abgebaut werden

Dieser absolut sehenswerte Film aus der ZDF-Reihe frontal vom 02.09.2025 geht der Frage nach, wie es um die Entsorgung von ausgedienten Windrädern und Rotorblättern bestellt ist.

Fazit: Die Windkraftbranche nutzt die ungegulierte Gesetzeslage aus und bedient sich auch illegaler „Entsorgungsmethoden“ zum Schaden von Umwelt, Mensch und Tier.

Das passt so gar nicht zum „grünen Image“ der Branche.

Film ab :

https://www.zdfheute.de/video/frontal/wohin-mit-dem-windrad-schrott-100.html

Monströse WKA sollen in Serie gehen

Wie der rbb berichtet, soll der 365 m hohe Windrad-Gigant aus Schipkau in Serie gehen: Der Betreiber will Strom aus Windkraft auf 2 Ebenen produzieren und bis 2030 bundesweit bis zu 1.000 „hohe“ Anlagen über bestehenden WKA errichten.   

„Das Windrad wird [..] das höchste weltweit – und auch das erste in dieser Form. Der Mittelpunkt des Windrads soll auf einer Höhe von 300 Metern liegen, mit den Rotorenblättern wird es dann laut Planung auf insgesamt 365 Meter kommen.“

„Herkömmliche Windräder liegen mit einer Nabenhöhe von 140 Metern weit unter der der geplanten Anlage.“

„Der Betreiber will erneuerbare Energien parallel auf drei Ebenen produzieren: Photovoltaik-Anlagen am Boden, herkömmliche Windräder in der Mitte und hohe Anlagen darüber. Nach Fertigstellung des ersten 300-Meter-Windrades in Schipkau will das Unternehmen bis 2030 bundesweit bis zu 1.000 weitere Anlagen aufstellen.“

Der Betreiber meint:

„Es gab im Vorfeld vereinzelt Proteste gegen das Projekt, aber vergleichsweise wenig.“

Vielleicht ändert sich das, wenn solche Anlagen nicht als Pilotprojekt in einem ehem. Braunkohlerevier entstehen, sondern z.B. im Naturpark Altmühltal.

Hier geht es zum Artikel:

https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2025/07/schipkau-brandenburg-bau-300-meter-windrad.html

Das Bündnis „Haltet inne – Windkraft braucht Grenzen“ aus Natur- und Landschaftsschutzvereinen und Bürgerinitiativen fordert im Juli 2025 ein Windkraft-Moratorium.

Wir meinen: Eine gute Idee und ein überfälliges Petitum!

Dieses bundeslandübergreifende Bündnis setzt sich vor dem Hintergrund der laufenden Regionalplanungen Windkraft für Natur-, Landschafts- und Artenschutz, Lebensqualität und demokratische Beteiligung ein und fordert ein sofortiges Moratorium beim Ausbau von WKA an Land.

Die Ziele werden wie folgt definiert:

  • Neubewertung der Energiepolitik
  • Erhalt von Natur- und Kulturlandschaften
  • Schutz von Mensch, Tier und Lebensqualität
  • Respekt vor demokratischen Rechten und regionaler Selbstbestimmung
  • Stärkung wissenschaftlich fundierter Entscheidungsprozesse
  • Langfristige Gestaltung einer Energiewende – ökologisch, ökonomisch, sozial tragfähig

Hier geht es zum Mission Statement Bündnis „Haltet inne!“

In der Pressemitteilung vom Juni 2025 wird die Maßlosigkeit der laufenden regionalen Windkraftplanungen angeprangert, die trotz vieler ungeklärter Grundsatzfragen sehr intransparent vorangetriebend werden. Die Umsetzung der Planungen würde viele Wälder und Erholungsgebiete, sogar Landschaftsschutzflächen unwiederbringlich zerstören. Das Bündnis fordert:

Ein sofortiges Moratorium für den weiteren Windkraftausbau
• Eine Energiewende auf Basis aktueller ideologiefreier und
technologieoffener wissenschaftlicher und wirtschaftlicher
Bewertung
• Ausschluss von Wäldern und Schutzgebieten aus der
Vorrangkulisse
• Rückkehr zur kommunalen Selbstbestimmung
• Das Bundesgesetz zum Windkraftausbau (WindBG) muss
revidiert werden
• Eine offene und faire Debatte über Alternativen im Energiemix

Hier geht es zur vollständigen Pressemitteilung Bündnis „Haltet inne!“

Einwendungen Vorranggebiete zur Errichtung von WKA bis 28.2.2025

Die Bürgerinitiative Gegenwind Altmühlberg hat eine hervorragende Website aufgebaut, um interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Karte zu der Planung von Vorranggebieten für Windenergie in der Region 10 (Ingolstadt inkl. Landkreis Eichstätt) zugänglicher zu machen und die Einwendungen zu erleichtern.

JETZT MITMACHEN!

Bitte beachten:

  • Aktuell nur über Handy, Laptop-Variante ist noch in Arbeit.
  • Name und Andresse angeben, damit die Stellungnahme rechtsverbindlich gezählt wird.

Hier der Link zu der Bürgerinitiative:

https://www.gegenwindaltmühlberg.de/

Deutscher Windrad-Sondermüll illegal in Tchechien entsorgt

Wie der Verein für Landschaftspflege, Artenschutz & Biodiversität mitteilt, wurden „Unmengen von Glasfaser-Abfällen aus Windturbinenflügeln und Flugzeugteilen illegal von Deutschland in eine kleine tschechische Gemeinde transportiert. Die ersten Müll-LKWs aus Deutschland seien laut einem Bericht von Euractiv Czechia vor Weihnachten in Jiříkov, einem Dorf im Nordosten Tschechiens, eingetroffen. Weitere folgten im Januar. Als sie den Fall öffentlich thematisierte, habe sie von ähnlichen Vorfällen in anderen Gemeinden gehört, sagte die Bürgermeisterin von Jiříkov, Barbora Šišková, gegenüber Euractiv Czechia.

Die Lieferung, die offenbar von einem Unternehmen aus Weiden in der Oberpfalz als Kunststoffabfall deklariert wurde, war für das tschechische Unternehmen Piroplastik bestimmt. Dieses gab vor, Kunststoffmaterialien zu verarbeiten. Bei einer Inspektion stellte sich jedoch heraus, dass es sich um Glasfaser handelte. Da das Material nahezu unmöglich zu recyceln ist, habe sich der Verdacht auf illegale Entsorgung erhärtet.

Die Behörden beschlagnahmten fünf LKWs vor Ort. Lokale Beamte und die Polizei setzen die Ermittlungen fort. Gleichzeitig koordinieren Inspektoren der tschechischen Umweltinspektion ihre Bemühungen mit den deutschen Behörden, um den Abfall an seinen Ursprungort zurückzuführen. „Der Abfall stammt nachweislich aus Deutschland“, bestätigte die Sprecherin des tschechischen Umweltministeriums, Veronika Krejčí, gegenüber Euractiv Czechia.

„Dieser Vorfall zeigt einmal mehr, dass die Windkraft keine saubere und grüne Energie ist, wie oft verlautet. Es reicht nicht aus, den gefährlichen Abfall einfach nach Deutschland zurückzubringen. Die Verantwortlichen einschließlich aller Hintermänner müssen zur Rechenschaft gezogen werden – und zwar mit aller Härte“, so der VLAB-Vorsitzende Johannes Bradtka.“