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Analyse zur Wirtschaftlichkeit von WKA in Süddeutschland

In diesem sehr lesenswerten Beitrag befasst sich der Unternehmensberater Thomas Schürmann mit der Frage, ob der Bau und Betrieb von Windkraftanlagen in einem Schwachwindgebiet wie Süddeutschland wirtschaftlich sinnvoll ist. Selbst eine 3-fach Subvention reicht offenbar noch nicht aus, um dem Ausbau der WKA im Süden der Republik den rechten Schwung zu verleihen. Die Ministerpräsidenten Kretschmann, Söder, Dreyer und Bouffier fordern daher eine zusätzliche „Südquote“.

Thomas Schürmann kommt zu dem Ergebnis, dass „aus volkswirtschaftlicher Sicht die ,Investition‘ [in süddeutsche WKA] ein Strohfeuer ohne Multiplikator ist. Der teure Windstrom aus Süddeutschland wirkt kostenerhöhend, damit produktivitätssenkend und in der Folge wohlstandsreduzierend“, so dass „man aus betriebswirtschaftlicher Sicht sein Geld genauso gut in den Bananenanbau in Grönland stecken könnte.“

Hier geht’s zum Artikel:

https://umwelt-watchblog.de/eine-wirtschaftliche-betrachtung-von-windkraftanlagen-in-sueddeutschland/

 

 

 

 

Ampel will bedingunglose Vorfahrt für die Windkraft

Der Kaolitionsvertrag der Ampel läßt Böses befürchten:

Seite 14: „Für unsere gemeinsame Mission, die Planung von Infrastrukturprojekten, insbesondere den Ausbau der Erneuerbaren Energien drastisch zu beschleunigen, wollen wir das Verhältnis von Klimaschutz und Artenschutz klären. Zur Erreichung der Klimaziele liegt die Errichtung von Anlagen zur Erzeugung oder zum Transport von Strom aus Erneuerbaren Energien sowie der Ausbau elektrifizierter Bahntrassen im öffentlichen Interesse und dient der öffentlichen Sicherheit. Dies werden wir gesetzlich festschreiben und für solche Projekte unter gewissen Voraussetzungen eine Regelvermutung für das Vorliegen der Ausnahmevoraussetzungen des Bundesnaturschutzgesetzes schaffen. Wir werden uns für eine stärkere Ausrichtung auf den Populationsschutz, eine Klärung des Verhältnisses von Arten- und Klimaschutz sowie mehr Standardisierung und Rechtssicherheit, auch im Unionsrecht, einsetzen.“

Seite 55 f.: „Wir machen es zu unserer gemeinsamen Mission, den Ausbau der Erneuerbaren Energien drastisch zu beschleunigen und alle Hürden und Hemmnisse aus dem Weg zu räumen.

Mit der Definition, der Zubau von WKA liege im öffentlichen Interesse und diene der öffentlichen SIcherheit, soll in Verbindung mit der Regelvermutung für das Vorliegen der Ausnahmevoraussetzungen des Bundesnaturschutzgesetzes die berechtigten Interessen des Arten-, Natur-, und Landschaftschutzes sowie der betroffenen Anwohner ausgehebelt werden.

Da stellt sich die Frage, wie der angestrebe Bürgerdialog vor dem Hintergrund dieses Absolutheitsanspruchs aussehen soll, und welche Mindestabstände zu den mehr als 250m hohen WKA den Herrschaften aus Berlin denn so vorschweben.

 

Interview mit Jürgen Hambrecht, ehem. BASF-Vorstandschef und Mitglied der Ethikkommission zum Atomausstieg

Bei ntv wurde am 21.10.2021 ein sehr interessantes Interview mit Jürgen Hambrecht veröffentlicht, dem ehemaligen Vorstandschef von BASF und Mitglied der Ethikkommission zum Atomausstieg. Darin äußert er sich zu den Prämissen für den Atomausstieg 2011 (1. Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands im internationalen Wettbewerb, 2. bezahlbare, sichere und nachhaltige Stromversorgung, die sozial und ökologisch verträglich erfolgen soll, 3. konsequentes Projektmanagement zur Stromerzeugung und Infrastruktur), zum Ausstieg aus den fossilen Energieträgern, Versorgungssicherheit und Grundlastfähigkeit, Strompreisen, Technologie-Offenheit, Import von Atomstrom aus dem Ausland, der Sicherung des Wirtschaftsstandortes Deutschland und über die Gefahr eines Blackouts bei der Stromversorgung.

Hier der Link zu dem sehr sehens- und hörenswerten Interview:

https://www.n-tv.de/mediathek/videos/wirtschaft/Energiepreise-werden-steigen-und-gefaehrden-Wirtschaft-article22877871.html

Gas- und Strompreise explodieren – Energiekrise bedroht Europas Wirtschaft

Meldung vom 18. September 2021 bei ntv:

„Europas Gasspeicher sind weitgehend leer, Nachschub fließt nur zögerlich. Eine gleichzeitige Windflaute und anziehende Nachfrage sorgen für sprunghaft steigende Energiepreise in ganz Europa. Erste Fabriken müssen die Produktion einstellen.

Explodierende Energiepreise zwingen erste Unternehmen dazu, energieintensive Fabriken in Europa zu schließen. Der Düngemittelhersteller CF Industries stoppte in der vergangenen Woche die Produktion in zwei britischen Werken. Der norwegische Chemiekonzern Yara International, der an mehr als einem Dutzend Standorten in ganz Europa produziert, kündigte an, die Herstellung von Ammonium ab kommender Woche um 40 Prozent zu drosseln. Auch deutsche Unternehmen wie der Chemieriese BASF und der Kupfer-Hersteller Aurubis beklagen Auswirkungen extrem gestiegener Preise für Strom und Energieträger wie Gas, Öl und Kohle.

Die US-Investmentbank Goldman Sachs warnt in einem aktuellen Report vor möglichen großflächigen Stromausfällen in Europa im kommenden Winter. Sorgen bereiten den Energieexperten der Bank vor allem nahezu leere Gasspeicher, bei gleichzeitig nur spärlich eintreffendem Nachschub. Sollte der kommende Winter so kalt ausfallen wie der vergangene, drohe Europa eine akute Energiekrise, heißt es. Regierungen könnten gezwungen sein, die Schließung einzelner Industriezweige anzuordnen. „Es könnte sehr hässlich werden, wenn wir nicht schnell handel um jeden Zentimeter in den Speichern zu füllen“, zitiert „Bloomberg“ den Chef des italienischen Versorgers Snam. Italien hat die staatlich regulierten Gaspreise bereits massiv erhöht und weitere Preissteigerungen noch vor dem Winter angekündigt.“

Hier der Link zur Meldung:

https://www.n-tv.de/wirtschaft/Energiekrise-bedroht-Europas-Wirtschaft-article22812178.html

 

Nettostromerzeugung im 1. Halbjahr 2021: Schwacher Wind sorgt für Rückgang der erneuerbaren Energien

Wie das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE am 9. Juli 2021 meldet, beinhalten die Daten zur öffentlichen Nettostromerzeugung für das erste Halbjahr 2021 einen brisanten Kontent: „Mit einem Anteil von 47,9 Prozent an der Nettostromerzeugung zur öffentlichen Stromversorgung – also dem Strommix, der aus der Steckdose kommt – lag die Erzeugung aus erneuerbaren Energien deutlich unter dem Vorjahr (55,8 Prozent). Solar- und Windenergieanlagen speisten gemeinsam 87,3 Terawattstunden (TWh) in das öffentliche Netz ein, gegenüber 102,9 TWh im ersten Halbjahr 2020. Dies lag vor allem am starken Rückgang der Windkraft um – 20,5 Prozent. Die Stromproduktion aus Braunkohle (+ 37,6 Prozent), Steinkohle (+ 38,9 Prozent), Gas (+18,6 Prozent), Wasserkraft (+15,9 Prozent) und Kernenergie (+7,1 Prozent) stieg dagegen an.“

Hier geht es zum gesamten Artikel:

Das gegenwärtige Ziel von 65% regenerativ erzeugten Stroms bis 2030 entspricht damit einer Gesamtmenge von mindestens 425 Terrawattstunden Ökostrom von 650-700 TWh im Gesamtjahr. Bis 2050 wird übigens von einem Strombedarf von bis zu 1.100 TWh im Gesamtjahr ausgegangen.

Mehr u. a. unter folgendem Link:

https://www.detmold.ihk.de/hauptnavigation/beraten-und-informieren/energie/aktuelles/prognose-bruttostromverbrauch-2030-5197766

Mediziner warnen vor Schalldruck: „Windkraft gefährlicher als angenommen“

In Reaktion auf die fehlerhaften Messverfahren der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe warnen nun Mediziner der „Arbeitsgruppe Infraschall“ der Universitätsmedizin Mainz.

Hier geht es zur Meldung von ntv:

https://www.n-tv.de/wissen/Windkraft-gefaehrlicher-als-angenommen-article22528150.html

Hier geht es zur Meldung von WELT:

https://www.welt.de/wirtschaft/article230800405/Windkraft-Gesundheitsrisiko-steigt-durch-den-Schall.html

„Nach einer fehlerhaften Berechnung des Schalldrucks von Windkraftanlagen durch das Bundesamt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) warnen Mediziner vor höheren Gesundheitsgefahren. „Offenbar ist Windkraft schon bei niedrigeren Schalldrucken gefährlicher als bisher angenommen“, sagte Christian-Friedrich Vahl, langjähriger Direktor der Klinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie an der Universität Mainz“

„Das BGR hatte vergangene Woche eingeräumt, die Schallemissionen von Windrädern nach einer frühen Datenerhebung im Jahre 2004 zu hoch angegeben zu haben. Lobbyvertreter forderten als Konsequenz von der Bundesregierung, den Mindestabstand zwischen Windrädern und Wohnbebauung noch weiter zu verringern. Die frühere Grünen-Chefin und Präsidentin des Bundesverbandes Erneuerbare Energie, Simone Peter, sah darin einen angeblichen Beleg für die gesundheitliche Unbedenklichkeit von Windkraftanlagen.“

„Das Gegenteil sei jedoch der Fall, sagte Vahl, der als Leiter der „Arbeitsgruppe Infraschall“ der Universitätsmedizin Mainz seit Jahren die Wirkung von Infraschall auf Zellgewebe und Organe erforscht: „Nach der BGR-Korrektur werden die Beschwerden der Betroffenen nicht mehr im Bereich von größer 90 Dezibel geäußert, sondern bereits im Bereich zwischen 60 und 70 Dezibel“, warnt der Experte.“

„Weil Windkraftanlagen heute zudem sehr viel größer sind als im Untersuchungszeitraum 2004, sei es umso dringlicher, die gesundheitlichen Auswirkungen von Infraschall eingehend zu untersuchen, sagte Vahl. Die modernen, größeren Anlagen „emittieren einen erheblich höheren Schalldruck, außerdem verschiebt sich die Emission zu niedrigeren Frequenzen, die sehr wahrscheinlich ein höheres Gesundheitsrisiko bewirken.“ Die Korrektur der BGR ändere nicht die grundsätzlichen Stress-Wirkungen von Infraschall auf den Körper.“

Leseempfehlung: „Goliaths fürs Klima“ – WELT am Sonntag

Eine Leseempfehlung für einen ausgezeichneten Artikel der WELT am Sonntag vom 25. April 2021:

„Goliaths fürs Klima“ zeichnet die Entstehungsgeschichte des deutschen Sonderwegs der sog. Energiewende in Duetschland und der Klimalobby nach, recherchiert in einer hervorragenden Weise über die interessensgeleiteten, finanziellen und politischen Verflechtungen zwischen „grünen“ Lobbyisten, NGOs, Politik, Stiftungen, Profiteuren in der Wissenschaft, der Einbettung in eine kommunikative journalistische Offensive und und adressiert die Auswirkungen auf den öffentlichen Diskurs und die wirtschaftlichen Folgen – absolut lesenswert!

Europäische Gerichtshof (EuGH) bestätigt den individuellen Artenschutz

Mit seinem Urteil vom 4. März 2021 bestätigt der Europäische Gerichtshof (EuGH) den  individuellen Artenschutz geschützter Tierarten. Damit bleiben die Nist- und Brutplätze sowie Flugrouten einzelner Tiere durch EU-Recht weiter streng geschützt und es bleibt weiterhin rechtlich unzulässig, die Tötung einzelner Tiere zu erlauben bzw. ein signifikant erhöhtes Tötungsrisiko zu tolerieren. Das Argument, dass der Tod einzelner Tiere bei Erhalt der Gesamtpopulation in Kauf zu nehmen sei, hat den EuGH nicht überzeugt!

Lesen Sie mehr unter:

https://www.handelsblatt.com/unternehmen/energie/energiewende-schlappe-fuer-windbranche-eugh-bestaerkt-vogelschutz/26970606.html?ticket=ST-2845561-6XATl2jSSu2TrOT5bDK3-ap2

Hintergrundkommentar zur Diffamierung von Windkraftgegnern

Georg Etscheit beleuchtet in seinem Artikel „Meine Lobby, Deine Lobby“ die aktuell laufende Diffamierungskampagne von Greenpeace und Lobbycontrol gegen Windkraftgegner wie Bürgerinitiativen und anerkannte Naturschutzvereine. Diese werden als „getarnte Kohlefans, Atomlobbyisten und Klimaleugner“ oder als Teil eines „sinistren Netzwerkes von Energiewende-Saboteuren in Deutschland […], mit Querverbindungen zu ,rechten‘ Kreisen und der atomar-fossilen Industrie“ gezeichnet, ohne dass Mainstream-Medien wie SPON „das Lobbying der NGOs mit Heiligenschein“ auch nur ansatzweise überprüfen.

Hier geht es zu dem Artikel mit äußert interessanten Einblicken in die aktuelle Lobby-Diskussion zwischen „Gut“ und „Böse“:

https://umwelt-watchblog.de/meine-lobby-deine-lobby/

Deutsche Stromimporte 2020 deutlich gestiegen

Die Westdeutsche Zeitung am 31.12.2020 berichtet:

Deutschland hat 2020 deutlich mehr Strom importiert als in den vergangenen Jahren…  Ein Grund für die wachsenden Stromimporte ist nach Angaben des Statistischen Bundesamtes der sinkende Anteil von Kohle- und Kernkraftwerken an der Stromerzeugung in Deutschland. Insbesondere bei Windstille oder Dunkelheit sei zur Deckung des Bedarfs Strom importiert worden, stellten die Statistiker mit Blick auf das erste Halbjahr fest. Hauptimportland für Strom war auch 2020 Frankreich, größter Abnehmer Österreich…

Die Betreiber der großen Übertragungsnetze gehen davon aus, dass Deutschland in Zukunft stärker auf Stromimporte angewiesen sein wird, um in Extremsituationen die Stromversorgung aufrechterhalten zu können. Der Grund: Mit dem Umstieg auf Wind- und Sonnenstrom schwinde die von Wetterbedingungen unabhängige sichere Leistung im Stromsystem. Wie wahrscheinlich ein solche Mangelsituation ist, dazu treffen die Netzbetreiber in ihrer theoretischen Analyse aber keine Aussage.

https://www.wz.de/wirtschaft/deutsche-stromimporte-2020-deutlich-gestiegen_aid-55453591