{"id":1647,"date":"2024-12-30T18:37:03","date_gmt":"2024-12-30T16:37:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bi-boehmfeld.de\/?p=1647"},"modified":"2024-12-30T18:40:34","modified_gmt":"2024-12-30T16:40:34","slug":"1647","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.bi-boehmfeld.de\/?p=1647","title":{"rendered":"Ungek\u00fcrzter Leserbrief &#8222;\u00dcbergriffige Windkraftplanung&#8220;, der in gek\u00fcrzter Form und mit ge\u00e4nderter \u00dcberschrift am 30.12.2024 im DK ver\u00f6ffentlicht wurde"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Der Planungsverband Ingolstadt, zu dem auch die Landkreise Eichst\u00e4tt, Pfaffenhofen und Neuburg geh\u00f6ren, plant bei den Vorranggebieten f\u00fcr Windkraftanlagen mit Referenzanlagen von 266m Gesamth\u00f6he und einem aus Sicht der Windkraftplaner \u201ezumutbaren\u201c Mindestabstand von lediglich 520m, um die Vorgaben des uns\u00e4glichen und als planwirtschaftlichen Ansatz konzipierten \u201eWind-an-Land-Gesetzes\u201c der gescheiterten Bundesregierung umzusetzen. Damit wird die seinerzeit vers\u00f6hnliche 10H-Regelung zu einem absolut unangemessenen 2H-Bedr\u00e4ngungsszenario umgestaltet. Aktuelle WKA erreichen eine Gesamth\u00f6he von 300m und erfordern Fundamente aus bis zu 10.000 Kubikmetern Stahlbeton. Der Rotordurchmesser des derzeit weltweit gr\u00f6\u00dften Onshore-Windrads aus China betr\u00e4gt 270m, deren Rotorfl\u00e4che 57.250qm. In der Lausitz wird bereits ein 370m hoher \u201eWindh\u00f6henturm\u201c errichtet. W\u00e4hrend auf dem Ingolst\u00e4dter Gebiet \u201eleider\u201c keine Fl\u00e4chen ausweisbar sind, werden f\u00fcr Schernfeld, Pollenfeld, Titting und Ilmm\u00fcnster zwischen 20%-30% der Gemeindefl\u00e4che f\u00fcr eine bevorzugte WKA-Ansiedlung in n\u00e4chster N\u00e4he vorgesehen, viele weitere, vor allem kleine Gemeinden, quasi umzingelt. In Gungolding, Walting, Gachenbach, etc. wird Positionierung auf erhabenem Gel\u00e4nde im S\u00fcden die ohnedies erdr\u00fcckende Wirkung nochmals deutlich verst\u00e4rken. Die brutalen Dimensionen einer Unmenge an monstr\u00f6sen Windkraftanlagen sind kaum vorstellbar und abstrakt. Im konkreten Fall aber wird die Lebensqualit\u00e4t nicht nur in den betroffenen Gemeinden massiv sinken. Die f\u00fcr die Anwohnergemeinden ab 2025 vorgesehene finanzielle Beteiligung von 0,3 Cent pro kWh vermag diesen Verlust nicht ansatzweise zu kompensieren. Das Landschaftsbild in weiten Bereichen des \u201eNaturpark Altm\u00fchltal\u201c und der Holledau w\u00fcrde bis hin zur Unkenntlichkeit entstellt. Der Druck gerade durch die landschaftsinvasive Windkraftnutzung wird in jedem Fall deutlich zunehmen. Der Prim\u00e4renergiebedarf Deutschlands wird im Jahr 2050 dem \u201eBarometer der Energiewende\u201c des Fraunhofer Instituts zufolge bei 2.400 TWh liegen, die Windkraft soll dabei einen Beitrag von 560 TWh leisten und es werden Energieimporte von mehr als 900 TWh unterstellt. In der Vorstellung der Windkraft-Profiteure sind jedoch noch viel ambitioniertere Ausbauziele denkbar. Gegen solche Ziele nimmt sich der durch das Statistische Bundesamt f\u00fcr das windreiche Jahr 2023 ausgewiesene Beitrag von 140 TWh noch bescheiden aus. Die in den Szenarien f\u00fcr 2050 durch Windkraft zu deckende Stroml\u00fccke ist also gewaltig, auch weil Deutschland bei der Energieversorgung weltweit einen f\u00fcr eine Industrienation riskanten und viele Arbeitspl\u00e4tze gef\u00e4hrdenden Sonderweg geht. Damit ist leider davon auszugehen, dass viele der Vorranggebiete f\u00fcr Windkraftnutzung mit den jeweils gr\u00f6\u00dftm\u00f6glichen Anlagen best\u00fcckt werden. Somit ist es h\u00f6chste Zeit, klar Position gegen die im l\u00e4ndlichen Raum \u00fcbergriffige Windkraftplanung zu beziehen und sich nach Kr\u00e4ften dagegen zur Wehr zu setzen. Es gilt, unsere sch\u00f6nen und lebenswerten Landschaften f\u00fcr uns und unsere Kinder zu erhalten und nicht einer Energiepolitik zu opfern, die jedes Ma\u00df verloren hat!<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Planungsverband Ingolstadt, zu dem auch die Landkreise Eichst\u00e4tt, Pfaffenhofen und Neuburg geh\u00f6ren, plant bei den Vorranggebieten f\u00fcr Windkraftanlagen mit Referenzanlagen von 266m Gesamth\u00f6he und einem aus Sicht der Windkraftplaner \u201ezumutbaren\u201c Mindestabstand von lediglich 520m, um die Vorgaben des uns\u00e4glichen und als planwirtschaftlichen Ansatz konzipierten \u201eWind-an-Land-Gesetzes\u201c der gescheiterten Bundesregierung umzusetzen. 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